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Psychische Erkrankungen: Psychosen
created Mar 14th, 11:33 by LPD24
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Psychosen sind psychische Erkrankungen, deren Ausgestaltung abhängig vom Lebenskontext der betroffenen Person verschiedene Formen annehmen kann. Allerdings existieren Symptombereiche, die übereinstimmend bei vielen Betroffenen verändert sind. So können bei einer Psychose das Denken, Fühlen, Empfinden zum eigenen Körper und der Kontakt zu anderen Menschen verändert sein. Erkrankte Menschen haben häufig Mühe zwischen der Wirklichkeit und der eigenen, subjektiven Wahrnehmung zu unterscheiden. Das kann dazu führen, dass sie Stimmen hören, die andere nicht hören, dass sie sich verfolgt oder bedroht fühlen (auch von Menschen, die ihnen nahestehen), dass sie Botschaften aus einer Welt erhalten, die anderen nicht zugänglich ist, oder, dass sie das Gefühl haben, sie würden sich körperlich verändern.
Für Außenstehende lässt sich die Psychose am ehesten als ein Zustand extremer Dünnhäutigkeit beschreiben. Innere und äußere Vorgänge sind kaum noch zu unterscheiden, die Nähe zu geliebten Menschen kann bedrohlich wirken.
Ein bis zwei von 100 Menschen erkranken einmal im Leben an einer Psychose. Erstmalig tritt die Erkrankung zumeist zwischen 12 und 29 Jahren auf. Männer und Frauen sind gleichermaßen gefährdet. Dennoch gibt es Risikofaktoren, die eine Psychose wahrscheinlicher machen.
Die Kernsymptome einer Psychose werden grob in drei Kategorien eingeteilt:
- positive Symptome (Wahn, Sinnestäuschungen, Ich-Störungen mit den jeweils dazugehörigen Einzelsymptomen)
- negative Symptome
- kognitive Symptome
Jeder Mensch durchläuft in seinem Leben stabile und weniger stabile Phasen. Wenn in solchen Zeiten noch aktuelle Belastungen hinzukommen, kann für Menschen mit erhöhter Vulnerabilität (Anfälligkeit) die Wahrscheinlichkeit zunehmen, an einer Psychose zu erkranken.
Menschen mit einer erhöhten Vulnerabilität sind angreifbarer und können in belastenden Lebensabschnitten mit psychotischen Symptomen reagieren.
Viele Symptome, die bei einer akuten Psychose auftreten, können in abgeschwächter Form bereits vorher vorhanden sein. Solche Frühwarnzeichen sind schwer zu erkennen.
Typische Frühwarnzeichen einer Psychose sind:
- Veränderung des Wesens (Unruhe, Nervosität, Reizbarkeit, erhöhte Sensibilität, Überempfindlichkeit, Irritierbarkeit, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Selbstvernachlässigung, plötzlicher Mangel an Interesse / Initiative / Energie
- Veränderung der Gefühle ( Depression, verflachte Gefühle, Stimmungsschwankungen, Ängste)
- Veränderung der Leistungsfähigkeit (geringe Belastbarkeit, Konzentrationsstörungen, erhöhte Ablenkbarkeit, Leistungsknick)
- Veränderung im sozialen Bereich (Misstrauen, sozialer Rückzug, Isolation, Probleme bei Beziehung, Abbruch von Kontakten)
- Veränderung der Interessen (plötzliche ungewöhnliche Interessen)
- Veränderung der Wahrnehmung und des Erlebens (ungewöhnliche Wahrnehmungen, eigentümliche Vorstellungen und ungewöhnliches Erleben)
Es existieren verschiedene Typen von Psychosen, die sich in ihren Ursachen, Symptomen und in der Dauer der Symptome unterscheiden:
- Drogeninduzierte Psychose (Gebrauch oder Absetzen von Drogen / Alkohol kann mit Auftreten psychotischer Symptome verbunden sein, normalerweise verschwinden die Symptome direkt nach Absetzen der Droge)
- Organische Psychose (psychotische Symptome treten im Rahmen von Erkrankungen auf, bei denen die Gehirnfunktion gestört wird, normalerweise sind dabei auch andere körperliche Symptome vorhanden)
- Kurze psychotische Störung (Symptome treten dabei plötzlich und häufig als Reaktion auf einen großen persönlichen Stress auf, die Patienten genesen meistens schnell)
- Wahnhafte Störung (ausgeprägte Wahnvorstellungen, andere Symptome treten nur vorübergehend und in milder Form auf)
- Schizophrenie (Verhaltensveränderungen und damit einhergehende Symptome bestehen über mindestens sechs Monate, Dauer und Erkrankung sind von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich)
- Schizophreniforme Störung (die gleichen Kriterien wie bei der Schizophrenie, die Veränderungen des Verhalten und die begleitenden Symptome bestehen weniger als sechs Monate)
Der Verlauf der Psychosen ist von vielen Faktoren abhängig und daher sehr unterschiedlich. Durch Langzeit-Studien kann Folgendes festgestellt werden:
- bei 10 bis 15 von 100 Betroffenen treten Psychosen einmalig auf
- bei ca. 30 von 100 Betroffenen kommt es zu mehreren psychotischen Episoden (ohne weitere psychotische Symptome zwischen den Episoden)
- bei ca. 30 von 100 Betroffenen kommt es zu mehreren akuten psychotischen Episoden (mit psychotischen Symptomen zwischen den Episoden)
- bei ca. 10 bis 20 von 100 Betroffenen kommt es direkt nach der ersten Episode zu dauerhaften psychotischen Symptomen
Für Außenstehende lässt sich die Psychose am ehesten als ein Zustand extremer Dünnhäutigkeit beschreiben. Innere und äußere Vorgänge sind kaum noch zu unterscheiden, die Nähe zu geliebten Menschen kann bedrohlich wirken.
Ein bis zwei von 100 Menschen erkranken einmal im Leben an einer Psychose. Erstmalig tritt die Erkrankung zumeist zwischen 12 und 29 Jahren auf. Männer und Frauen sind gleichermaßen gefährdet. Dennoch gibt es Risikofaktoren, die eine Psychose wahrscheinlicher machen.
Die Kernsymptome einer Psychose werden grob in drei Kategorien eingeteilt:
- positive Symptome (Wahn, Sinnestäuschungen, Ich-Störungen mit den jeweils dazugehörigen Einzelsymptomen)
- negative Symptome
- kognitive Symptome
Jeder Mensch durchläuft in seinem Leben stabile und weniger stabile Phasen. Wenn in solchen Zeiten noch aktuelle Belastungen hinzukommen, kann für Menschen mit erhöhter Vulnerabilität (Anfälligkeit) die Wahrscheinlichkeit zunehmen, an einer Psychose zu erkranken.
Menschen mit einer erhöhten Vulnerabilität sind angreifbarer und können in belastenden Lebensabschnitten mit psychotischen Symptomen reagieren.
Viele Symptome, die bei einer akuten Psychose auftreten, können in abgeschwächter Form bereits vorher vorhanden sein. Solche Frühwarnzeichen sind schwer zu erkennen.
Typische Frühwarnzeichen einer Psychose sind:
- Veränderung des Wesens (Unruhe, Nervosität, Reizbarkeit, erhöhte Sensibilität, Überempfindlichkeit, Irritierbarkeit, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Selbstvernachlässigung, plötzlicher Mangel an Interesse / Initiative / Energie
- Veränderung der Gefühle ( Depression, verflachte Gefühle, Stimmungsschwankungen, Ängste)
- Veränderung der Leistungsfähigkeit (geringe Belastbarkeit, Konzentrationsstörungen, erhöhte Ablenkbarkeit, Leistungsknick)
- Veränderung im sozialen Bereich (Misstrauen, sozialer Rückzug, Isolation, Probleme bei Beziehung, Abbruch von Kontakten)
- Veränderung der Interessen (plötzliche ungewöhnliche Interessen)
- Veränderung der Wahrnehmung und des Erlebens (ungewöhnliche Wahrnehmungen, eigentümliche Vorstellungen und ungewöhnliches Erleben)
Es existieren verschiedene Typen von Psychosen, die sich in ihren Ursachen, Symptomen und in der Dauer der Symptome unterscheiden:
- Drogeninduzierte Psychose (Gebrauch oder Absetzen von Drogen / Alkohol kann mit Auftreten psychotischer Symptome verbunden sein, normalerweise verschwinden die Symptome direkt nach Absetzen der Droge)
- Organische Psychose (psychotische Symptome treten im Rahmen von Erkrankungen auf, bei denen die Gehirnfunktion gestört wird, normalerweise sind dabei auch andere körperliche Symptome vorhanden)
- Kurze psychotische Störung (Symptome treten dabei plötzlich und häufig als Reaktion auf einen großen persönlichen Stress auf, die Patienten genesen meistens schnell)
- Wahnhafte Störung (ausgeprägte Wahnvorstellungen, andere Symptome treten nur vorübergehend und in milder Form auf)
- Schizophrenie (Verhaltensveränderungen und damit einhergehende Symptome bestehen über mindestens sechs Monate, Dauer und Erkrankung sind von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich)
- Schizophreniforme Störung (die gleichen Kriterien wie bei der Schizophrenie, die Veränderungen des Verhalten und die begleitenden Symptome bestehen weniger als sechs Monate)
Der Verlauf der Psychosen ist von vielen Faktoren abhängig und daher sehr unterschiedlich. Durch Langzeit-Studien kann Folgendes festgestellt werden:
- bei 10 bis 15 von 100 Betroffenen treten Psychosen einmalig auf
- bei ca. 30 von 100 Betroffenen kommt es zu mehreren psychotischen Episoden (ohne weitere psychotische Symptome zwischen den Episoden)
- bei ca. 30 von 100 Betroffenen kommt es zu mehreren akuten psychotischen Episoden (mit psychotischen Symptomen zwischen den Episoden)
- bei ca. 10 bis 20 von 100 Betroffenen kommt es direkt nach der ersten Episode zu dauerhaften psychotischen Symptomen
